Da war mehr drin

Die Niedergeschlagenheit nach der Partie war bei den Gästen am Ende sehr groß, denn über weite Strecken bot man den Hausherren Paroli und hätte zumindest einen Punkt mitnehmen können. Vor allem im ersten Durchgang boten die Nullneuner eine starke Vorstellung, versuchten immer mit spielerischen Mitteln Chancen zu kreieren, wirkten sicher im Deckungsverbund und stellten sich auf die zunächst mit langen Bällen operierenden Hausherren gut ein. So kamen die Preller & Co kaum einmal gefährlich in Tornähe. „Wir investieren viel in unser Spiel, haben aber immer wieder Phasen, wo wir das erreichte leichtfertig herschenken“, so Arnstadts Trainer Martin Hauswald. Fahner begann mit druckvollen Aktionen, die aber meist von der kompakten Arntsädter Hintermannschaft geklärt wurden. Nach Balleroberung Silvano Varnhagens, schoß Johannes Ruschke dessen Zuspiel in aussichtsreicher Position nur knapp am linken Pfosten vorbei (6.). Für die Einheimischen verfehlte Jobst nach Ecke freistehend das Tor (9.). Nicht unverdient zogen die Gäste in Front, Ruschke köpfte Messings Ecke aus Nahdistanz über die Linie (14.). Die Freude darüber währte nicht lange, denn ausgerechnet der Ex Nullneuner Marc Fleischhauer traf in Folge eines Freistoßes, aus 17 m ins rechte Eck zum sofortigen Ausgleich (15.). Bis zum Pausentee neutralisierten sich in der nun ausgeglichenen Begegnung beide Teams, so das keine weiteren Torgelegenheiten entstanden. Im zweiten Durchgang verloren die Nullneuner etwas den Zugriff zum Spiel. Der Kontrahent verstärkte nun seine Angriffe, verlagerte das Spiel vermehrt auf die Flügel und erzielte Wirkung. Arnstadt wurde zusehends in die Defensive gedrängt, Entlastung folgte nur sporadisch. Zunächst verzog Preller nach Kopfballvorlage freistehend (59.), dann zischte Messings Schuß aus halbrechter Position nach einem Solo nur knapp neben das Tor (60.). Im letzten Moment blockte Stuart Klenner erfolgreich gegen den frei auf Sünkel zustrebenden Wiesner (62.). Anschließend zwang Marco Pusch Torwart Reinwald aus der Distanz zu einer Parade (69.). Das Spiel drehte schließlich Raffel, als er einen Eckball, am langen Pfosten freistehend, per Kopf unter die Querlatte wuchtete. In dieser Situation waren die Gäste nicht auf Ballhöhe. Martin Hauswald „Wir müssen uns bei Standards einfach besser orientieren und konzentrieren, dazu fehlte und im Spiel nach vorn die nötige Präzision beim letzten Pass, insgesamt sind wir absolut konkurrenzfähig, müssen aber unsere Fehler minimieren, wenn wir den nach wie vor machbaren Klassenerhalt packen wollen“. In der Folgezeit versäumten es die Fahnerschen den Sack zu zumachen. Sowohl Preller (77), welcher nicht richtig traf, als auch Lischke (80.), Schindler (87.) und El Haijj (90.) scheiterten am glänzend reagierenden Sünkel. Die größte Möglichkeit auszugleichen vergab Ruschke, der freistehend bei Hammouds Zuspiel aus 11 m zu lange zögerte (81.). Auf Grund der Steigerung im zweiten Abschnitt kamen die Gastgeber nicht unverdient zum erhofften Heimerfolg.


SV 09 : Sünkel, Barthel (77. Hammoud), Hofmann, Stelzer, Skaba, Varnhagen, Klenner, Messing, Pusch (70. Sevcuks), Scheuring (62. Polotzek), Ruschke


Fahner Höhe : Reinwald, Machts, Kruse (75. Bach), Fleischhauer, Lischke, Kupke, Raffel, Wiesner, Baumgarten (64. Schindler), Jobst (64. El Hajj), Preller


Zuschauer : 189


Schieri : Butterich (Straufhain)


Torfolge : 0:1 Ruschke (14.), 1:1 Fleischhauer (15.), 2:1 Raffel (74.)


27 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen