Favorit ließ nichts anbrennen

Nicht zu beneiden war Arnstadts Trainer Martin Hauswald, der sieben Akteure aus den unterschiedlichsten Gründen ersetzen mußte. Alles in allem fuhr der Tabellenzweite einen hochverdienten Sieg ein. Trotz einer Serie von sieben sieglosen Partien traten die Plauener selbstbewusst und dominant auf. Sie gingen ein hohes Tempo, ließen Ball und Gegner laufen, spielten variabel über die Flügel und ließen den Nullneunern zumindest im ersten Durchgang nicht die Spur einer Chance. „Ein verdienter Sieger, wir waren nicht griffig und gierig genug, man braucht schon einen Sahnetag um gegen solch einen Gegner mitzuhalten“, sprach Trainer Martin Hauswald. Arnstadt wirkte zunächst sehr passiv, überließ den Kontrahenten das Terrain, kam kaum in die Zweikämpfe, war immer einen Schritt zu spät und fand in der Offensive nicht statt. Vor allem bei Standards brannte es oftmals lichterloh im Strafraum der Hausherren. So verfehlte Träger nach einer Ecke aus Nahdistanz nur knapp das Tor (6.). Wieder nach Ecke, anschließendem Gewühl, klärte ein Arnstädter Akteur den Ball noch auf der Torlinie (10.). Dann schoß Grandner aus kurzer Entfernung in Folge eines Eckballs knapp über den Kasten (14.). Folgerichtig gingen die Gäste nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß durch Träger, der den Ball aus dem Gewühl heraus über die Linie spitzelte in Führung (21.). Die erste Torannäherung der Einheimischen nach gut einer halben Stunde, als Hädrichs Freistoß von der rechten Seite Varnhagen genau in die Arme Torwart Deptas köpfte (31.). Anschließend klärte Koch für seinen schon geschlagenen Keeper Apel nach Sovagos Distanzschuß auf der Linie (36.). Nach einem Fehlpass kam Morosow in Ballbesitz, sprintete im Höchsttempo über den halben Platz und schoß nur hauchdünn am Tor vorbei (38.). Im zweiten Abschnitt hielten die Nullneuner dagegen, agierten mutiger, nahmen die Zweikämpfe an und versuchten auch im Spiel nach vorn Akzente zu setzen. Doch gerade in dieser guten Phase erhöhten die Voigtländer durch Popowicz, welcher eine Ecke am langen Pfosten einköpfte das Ergebnis (58.). „Wenn wir nicht so schnell das zweite Tor bekommen, geht vielleicht noch was, man hat aber gesehen das der Abstand zu einer Spitzenmannschaft zu groß war, trotzdem haben wir uns vernünftig präsentiert und haben noch einmal alles versucht“ so Martin Hauswald. Fast kamen die Hausherren zum Abschluß, doch Hammouds Schuß in aussichtsreicher Position nach guter Kombination über den linken Flügel wurde noch geblockt (65.). Die größte Möglichkeit zum Anschlußtreffer besaß Ilja Sevcuks, der aus 20 m abzog und Depta zu einer Glanzparade zwang (66.). Im weiteren Verlauf klärte abermals Koch für seinen schon geschlagenen Schlußmann auf der Torlinie (78.), dann verhinderte Torwartroutinier Apel mehrfach weitere Gegentore (77., 81., 90.). Der Heimelf konnte man Einsatzwillen und Kampfgeist nicht absprechen, doch fehlte es ihnen an den Mitteln, um den an diesem Tag übermächtigen Gegner Paroli zu bieten.


SV 09 Arnstadt : Apel, Barthel, Stelzer, Koch, Skaba, Kiraly, Varnhagen (85. Engelmann), Hädrich (63. Hummel), Pusch, Scheuring (63. Sevcuks), Hammoud (87. Moka)


Plauen : Depta, Heinrich (82. Schmidt), Träger, Limmer (82. Albustin), Popowicz, Sovago (75. Fischer), Andreopoulus, Morosow (82. Stein), Walther, Albert, Grandner (75. Spranger)


Schieri : Weiser (Zahna-Elster)


Zuschauer : 110


Torfolge : 0:1 Träger (21.), 0:2 Popowicz (58.)



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