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Enttäuscht schlichen die favorisierten Arnstädter vom Platz, verfehlten sie doch ihr Ziel ins Viertelfinale einzuziehen am Ende deutlich. Nicht wieder zu erkennen waren die Hauswald Schützlinge gegenüber den starken Leistungen der letzten Wochen. Lücken im Deckungsverbund, fehlende Durchschlagskraft, keine Ruhe am Ball und unzählige Ballverluste prägten die Begegnung fast über die gesamte Spielzeit. Somit ergaben sich nur wenige Torgelegenheiten für den Oberligisten. Der Tabellenvorletzte der Landesliga spielte dagegen keck auf, ließ kaum Zwingendes zu und setzte immer wieder Nadelstiche, meist über die linke Seite durch den antrittsschnellen Zachert. Alles in allem ging der Sieg des Unterdogs, auch in der Höhe völlig in Ordnung. Arnstadt mit mehr Ballbesitz dominierte zwar, agierte jedoch zu umständlich und fehlerhaft. Die ersten Minuten gehörten den Gästen die schnell für Klarheit sorgen wollten. Nach einer Kombination, passte Ruschke zum gut positionierten Messing, der noch bedrängt den Ball neben den Kasten schoß (5.). Das erwies sich jedoch als Strohfeuer, denn mit ihrem ersten Angriff zogen die Hausherren in Front. Nach einem langen Ball, scheiterte Zachert an Sünkel, den Abpraller hämmerte Linse von der Strafraumlinie mit dem Außenrist in die Maschen (9.). Geratal setzte nach und kam durch Möller, der fast von der Grundlinie Sünkel überwand, zum zweiten Tor (12.). Arnstadt wirkte angeschlagen, agierte zu unentschlossen und ließ sich mehrfach düpieren. Im weiteren Verlauf bewahrte Torwart Christopher Sünkel, gegen den auf dem linken Flügel durchstartenden Zachert seine Farben vor weiteren Gegentreffern (24., 32.). Für die Nullneuner prüfte Vincent Barthel nach gelungenem Doppelpass mit Messing Torwart Bradsch aus der Distanz (35.). Zu Beginn des zweiten Durchgangs erzielte Lukas Scheuring den Anschluß, als er nach gefühlvollem Lupfer Varnhagens den Ball an Bradsch vorbei ins Tor spitzelte (51.). Das sollte den Gästen eigentlich Auftrieb geben, um die Partie noch zu drehen. Doch den Bachstädtern gelang es nicht den Schalter umzulegen. Torchancen-Fehlanzeige. Im Gegenteil, Geratal nutzte in der Schlussphase Nachlässigkeiten im Zweikampfverhalten der Nullneuner zu weiteren Treffern. Zunächst köpfte Zachert eine Linksflanke als Aufsetzer über Sünkel hinweg ein, dann war es der freistehende Heyer, der auch per Kopf nach Rechtsflanke erfolgreich war (82.). In der Nachspielzeit betrieb Dustin Messing mit einem verwandelten Foulelfmeter nur noch Ergebniskosmetik (90.+4). Es war keineswegs so, dass die Arnstädter nicht wollten, sie probierten bis zum Abpfiff Torgefahr zu erzielen, doch am Ende fehlte ihnen an diesem rabenschwarzen Tag die Mittel, um den Bock noch umzustoßen.


SV 09 : Sünkel, Skaba (17. Scheuring), Klenner, Kiraly (79. Hofmann), Hädrich, Polotzek, Barthel, Varnhagen, Pusch (61. Sevcuks), Messing, Ruschke


Geratal : Bradsch, Glatz, Bischof, Behr, Weidlich, Keller, Möller, Sennewald (88. Nanez), Linse, Heyer (82. Braunschweig), Zachert (73. Linke)


Schieri : Drößler (Gotha)


Zuschauer : 236


Torfolge : 1:0 Linse (9.), 2:0 Möller (12.), 2:1 Scheuring (51.), 3:1 Zachert (67.), 4:1 Heyer (82.), 4:2 Messing (90.+4)


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