Wie geht es den Vereinen während der Pandemie?

Derzeit steht das Vereinsleben beim SV 09 Arnstadt komplett still, der weiter anhaltende Lockdown zerrt bei allen Funktionären und Vereinsmitgliedern an den Nerven. Obwohl man die Notwendigkeit der Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens nachvollziehen kann, fiebert man doch der erhofften Lockerung sehnsüchtig entgegen.


Am vergangenen Mittwoch trafen sich Frank Spilling (Bürgermeister der Stadt Arnstadt), Thomas Zirkel (Geschäftsführer vom Landessportbund) und Lars Fabig (Präsident des SV09) auf der Spiel- und Trainingsortschaft am Obertunk in Arnstadt zu einem konstruktiven Austausch. Ziel der Zusammenkunft war es, sich einmal persönlich ein Bild über die Lage der Vereine, als Beispiel in Vertretung vieler Vereine der SV09, während der Corona-Pandemie zu machen. Das Treffen fand unter Berücksichtigung der Pandemieregeln statt.


So darf man vor allem dem Bürgermeister der Stadt Arnstadt, Frank Spilling, für sein hohes Verständnis und Engagement danken. Zudem hat er ein großes Herz für den Sport in Arnstadt, welches alle Sportarten und Vereine einschließt. „Der Sport hat einen sehr hohen Stellenwert für die Stadt Arnstadt und Umgebung, daher hilft die Stadt Arnstadt wo sie nur kann und bietet allen die Unterstützung an.“ so der amtierende Bürgermeister Frank Spilling. Die Stadt Arnstadt um Frank Spilling entwickelt und fördert verschiedene Projekte für die Zukunft des Sports in Arnstadt. So entsteht derzeit ein neuer Kunstrasenplatz am Obertunk, ein Multifunktionsgebäude befindet sich in Planung. Des Weiteren plane man eine weitere Drei-Felder-Halle in Kooperation mit dem Landkreis.


Der Landessportbund ist auf der Suche nach anderen Vereinsstrukturen oder -strategien. Dabei stellt sich die Frage, welche Vereinsmodelle zukunftsträchtig und welche obsolet sind. Dieser Kernpunkt der Unterhaltung wurde zwischen der Stadt, dem Landessportbund und dem Verein diskutiert. Herr Thomas Zirkel war über das Zusammenspiel zwischen der Stadt Arnstadt und dem Sportverein 09 Arnstadt äußerst begeistert. So stach gerade die die großartige Vernetzung mit vielen Partnern in der Region des SV 09 heraus. Ebenso begeistert zeigte sich der Geschäftsführer des Landessportbundes über die Veranstaltungslösungen für groß und klein. Diese beinhalten zum Beispiel die Veranstaltungen des Silvesterlaufs, ARNstrom-Cup, Oktoberfest und auch das Inklusionssportfest des Marienstifts Arnstadt.


„Für alle Vereine in der Region ist die derzeitige Situation keine Einfache. Alle Freunde des Sports haben unter dem erneuten Lockdown zu leiden.“, begann Lars Fabig die Unterredung. Denn gerade die Kinder und Jugendlichen, für die der Sport ein Teil ihrer Entwicklung fürs Leben ist, leiden sehr an den anhaltendem Verbot zur Ausübung ihres Lieblingssports. Weiterhin dient der Sport auch als Ausgleich zum Alltag. Das betrifft nicht nur die größte Sparte des Vereins, den Fußball, nein auch in den anderen Abteilungen sehnt man sich nach der Wiederaufnahme am Trainings- und Wettkampfbetrieb. Derzeit gibt es keinen normalen Ablauf im Vereinsleben, das Ehrenamt durchlebt eine besonders schwere Zeit. Der Verein hat zeitgleich mit vielen Problemen zu kämpfen. Der fehlende persönliche Kontakt und Austausch zwischen Verein und Mitgliedern, sowie die Freude am Mannschaftssport spielt genauso eine große Rolle, wie auch die eingebremste Unterstützungskraft. Denn auch die Sponsoren sehen verhaltend und abwartend in die Zukunft, weiß man derzeit nicht, wie lange der Zustand anhält. An einen normalen Regelbetrieb ist derzeit nicht zu denken. Des Weiteren lastet die finanzielle Situation auf den Schultern des Vereins, denn laufende Kosten wie Versicherungen und Beiträge für den Verband muss der Verein derzeit alleine stemmen, hat man durch die anhaltende Einstellung des Trainings- und Wettkampfbetriebs auch keine Einnahmen durch Zuschauer oder Verkäufe. Gegenüber steht auch das Thema des Mitgliederverlustes, da der Verein derzeit den Mitgliedern keine Gegenleistung bieten kann. Man verstehe natürlich die Mitglieder, hofft aber dennoch weiter auf die breite Unterstützung durch das Ehrenamt und allen aktiven Vereinsmitglieder.


Ein weiteres Thema des Treffens war der Wunsch eines neuen Vereinsgebäude. Zwar wurde in den letzten Jahren bereits einige Erneuerungen am Obertunk durch Förderungen von Stadt, Land und Bund vorgenommen, jedoch sind die momentanen Bedingungen derzeit noch recht unzureichend um einen professionellen Betrieb aufrechtzuerhalten. Beispielsweise der Kabinen- und Sanitärtrakt sollte dringend erneuert werden. Alle diese Themen wurden sehr intensiv diskutiert und konstruktiv ausgewertet.








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